Impressionen 2. Spätsommerfest

Hier wohn’ ich, hier kauf’ ich ein 

Das zweite Spätsommerfest am Nordring lockte hunderte Besucher an

Bei strahlendem Altweibersommerwetter hatte der Gewerbeverein zusammen mit den Geschäften am Nordring am Samstag zu seinem 2. Spätsommerfest eingeladen. Über zwanzig Firmen beteiligten sich im Gewerbegebiet Nord an der Veranstaltung, die erneut viele Besucher anzog. Christian Bergemann stellte als versierter und wortgewandter Moderator bei seinem Rundgang die einzelnen Geschäfte vor und führte während des Tages durch ein buntes und lebendiges Show- und Unterhaltungsprogramm von  Vereinen, Gruppen und jungen Künstlern.

Nach der Begrüßung der Ehrengäste durch den Vorsitzenden des Gewerbevereins, Roland Busch, darunter Bürgermeister Norbert Leber, die Landtagsabgeordneten Heike Hofmann (SPD) und Gottfried Milde (CDU), den Schuldezernenten des Landkreises Darmstadt-Dieburg, Christel Fleischmann sowie die beiden Bürgermeisterkandidaten Gabriele Winter und Thomas Höhl, gab der Bürgermeister den Startschuss für das Spätsommerfest. Leber stellte fest, dass Griesheim bereits vor Jahren ein Einzelhandelskonzept vorgelegt habe, das eine Balance zwischen den Geschäften der Innenstadt und den Anbietern an der Peripherie vorsehe. Deshalb werde in absehbarer Zeit auch am Süd- bzw. Westring ein neues Geschäftszentrum entstehen, das die Nahversorgung der Bewohner in den neuen Baugebieten im Süden sicherstelle.

Viele Einzelhändler hätten vor der Eröffnung des Einkaufsgiganten Loop 5 in Weiterstadt ihre Bedenken geäußert und sich vor Umsatzeinbrüchen gefürchtet. Die zwischenzeitlich gemachten Erfahrungen aber hätten gezeigt, dass das Einkaufsgefühl in Griesheim mit der Ladenzeile und dem Marktplatz seinen Reiz habe und hier gerne eingekauft würde. Das Spätsommerfest am Nordring wollte der Bürgermeister nicht als Konkurrenzveranstaltung zur Innenstadt verstanden wissen, sondern als ein Miteinander  des Einzelhandels für die Bürger und Kunden.

   SPD-Landtagsabgeordnete Heike Hofmann würdigte die Kreativität für dieses Fest und wünschte gute Umsätze. Ihr Kollege aus dem Landtag, Gottfried Milde (CDU), unterstrich die Bedeutung, dass der Gewerbeverein den Einzelhandel im Fokus habe. Ziel müsse das Bewusstsein der Griesheimer sein: ,,Hier wohne ich, hier kauf ich ein„. Christel Fleischmann gab als zuständiger Schuldezernent zum Sommerfest bekannt, dass der gymnasiale Zweig an der Gerhart-Hauptmann-Schule in Griesheim jetzt ausgebaut und durch eine Oberstufe ergänzt werde, so dass Schüler hier auch das Abitur ablegen könnten.  

  Von 9 bis 19 Uhr zeigten sich die Griesheimer Händler passend zum wunderbar-sonnigen Wetter von ihrer strahlenden  Seite. An den Ständen wurden Kuscheltiere zurecht gerückt, Werbe-Flyer bestmöglich platziert und Kuchen stückgerecht portioniert. Mühen, die die Besucher zum Nordring lockten. Mit einem umfangreichen Programm unter Beteiligung der Griesheimer Vereine wurde bestens für Groß und Klein gesorgt. Besonderes Highlight in diesem Jahr war das Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Griesheim. Über 30 Meter kann die Drehleiter in die Lüfte steigen. Am Boden konnten währenddessen die verschiedenen technischen Geräte der Feuerretter in Augenschein genommen werden.

Gefräst wurde währenddessen auf dem Gelände von „Fahrradland„ im Rübgrund. Die Polizei bot eine Fahrradcodierung an. Wenn es ein paar Straßen weiter laut vernehmlich tuckerte, war der Traktor-Veteranenclub nicht weit. Mit alten Traktoren fuhr man die Besucher durch die Straßen und Gassen Griesheims. Die ganztägige Moderation übernahm wie bei der Premiere des Spätsommerfestes im vergangenen Jahr Christian Bergemann, der fachmännisch auch das Tischkicker-Turnier zu moderieren wusste.

Die Besucher konnten am Samstag aber auch selbst aktiv werden, etwa bei einem Suchspiel, das gut angenommen wurde. Der Flyer des zweiten Spätsommerfestes war zugleich eine Gewinnspielkarte. Bei 22 Firmen konnten die jeweiligen Felder abgestempelt werden. Je mehr Stempel, desto höher waren die Gewinnchancen. Ein dynamischer Tag, der Jung und Alt sowie die  Gewerbetreibenden und Kunden in Bewegung brachte.

wb/ahi