Neujahrsempfang 2012

Für den Neujahrsempfang 2012 konnte als Referent Herr Edgar Itt gewonnen werden, der vielen vielleicht noch durch seine sportliche Karriere von 1986 bis 1994 bekannt ist.
Sein Thema am 15.01. lautete: „Olympia steckt in jedem – Über Hürden zum Erfolg“
 
Wir bedanken uns über die rege Teilnahme an diesem Termin.
 
Hier nun der gesamte Artikel mit freundlicher Genehmigung des Griesheimer Anzeigers:

Neujahrsempfang des Gewerbevereins – Gastreferent Edgar Itt lädt zum Mitmachen ein

Wenn der Neujahrsempfang des Griesheimer Gewerbevereins zu einem interessanten Hürdenlauf wird, heißt der Gastreferent Edgar Itt. Der frühere Hürdenläufer und Bronzemedaillengewinner war am Sonntagmorgen Gastreferent im Haus Waldeck. Sein Thema: Über Hürden zum Erfolg. Bürgermeisterin Gabriele Winter stellte in ihrer Begrüßung klar: „Die Stadt bleibt ein verlässlicher Partner und bleibt zahlungsfähig."

Der Gewerbeverein hatte am Sonntagmorgen zu seinem traditionellen Neujahrsempfang ins Pavillon Haus Waldeck eingeladen. Vorsitzender Roland Busch begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder, Bürgermeisterin Gabriele Winter, Vertreter von Parteien, Kirchen, Schulen und Vereinen sowie eine Delegation der Industrie- und Handelskammer Darmstadt. Die feiert – genau wie der Griesheimer Gewerbeverein, in diesem Jahr ihr 150-jähriges Jubiläum.

Busch zeigte sich zuversichtlich, dass das Griesheimer Gewerbe auch das Jubiläumsjahr 2012 erfolgreich stemmen kann. Der Höhepunkt dieses Jubiläumsjahr ist zweifellos die Gewerbeschau am 12. und 13. Mai. Busch kündigte dafür einige Veränderungen an. So wird die Eröffnung der Schau in diesem Jahr nicht in der Wagenhalle stattfinden, sondern auf dem Georg-Schüler-Platz. Auch die Belegung der Standplätze könne sich leicht verändern, die Gespräche mit den Ausstellern werden dazu in nächster Zeit weiter geführt.

Der Dank des Vorsitzenden galt insbesondere der Stadt Griesheim für die hervorragende Zusammenarbeit, denn „„ohne die Stadt geht es nicht", so Busch. Diesen Dank gab Bürgermeisterin Gabriele Winter gerne zurück. Es sei wichtig, das vorhandene Gewerbe weiter an Griesheim zu binden, aber auch weiterhin attraktiv für Neuansiedlungen zu bleiben, sagte die Verwaltungschefin in ihrer Begrüßungsansprache.

Winter versicherte den Gewerbetreibenden, dass die Stadt Griesheim weiterhin ein verlässlicher Partner sein wird. Der Stadt drohe keine Zahlungsunfähigkeit, so Winter. Trotzdem gelte es, die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte zu schaffen.

 Ein wichtiges Thema für das Griesheimer Gewerbe sei und bleibe die Griesheimer Innenstadt. Wie Winter ausführte, stehen hier 370 kostenlose Parkplätze zur Verfügung, außerdem habe man mit dem Wochenmarkt einen Frequzenzbringer, um den man im Umland sehr beneidet werde. Roland Busch schloss sich diesem Blick über die Stadtgrenzen an und erkannte ebenfalls viele Vorteile in Griesheim. Der Blick auf Weiterstadt und Pfungsstadt zeige "sterbende Innenstädte", in denen viele Geschäfte schließen müssten. "Auf der Griesheimer Hauptstraße steht aktuell kein Geschäft leer", sagte Busch.

Winter kündigte bei dieser Gelegenheit auch das nächste Großereignis zur Stärkung der Innenstadt an. Am 15. August sind Firmen, Institutionen und Vereine der Stadt eingeladen, sich am Griesheimer Firmenlauf zu beteiligen.

Dieser Lauf wird ohne Hürden stattfinden, ganz im Gegensatz zu dem Lauf, auf den Gastreferent Edgar Itt nun die Gäste des Empfangs mitnahm. Edgar Itt ist aktuell der Mentaltrainer der Deutschen Leichtathleten für die Olympischen Spiele in London. Und wer den früheren Hürdenläufer am Sonntagmorgen im Haus Waldeck erlebt hat, weiß, dass diese Position goldrichtig besetzt ist. Edgar Itt kann Menschen bewegen. Er will das Feuer in ihnen wecken bzw. er will dieses Feuer wieder entzünden. Denn Edgar Itt ist überzeugt: In jedem brennt oder brannte ein Feuer. Und dieses Feuer gilt es wieder zu entzünden.

„Olympia steckt in jedem. Über Hürden zum Erfolg" lautete das Thema seines Vortrags, und dafür hatte Itt extra eine Hürde von den Weltmeisterschaften 1993 in Stuttgart mitgebracht. Um zu demonstrieren, wie hoch diese Hürde für den Läufer werden kann, holte Itt Doris Lotze-Wessel, die Vorsitzende des städtischen Haupt- und Finanzausschusses, auf die Bühne. Und in der Tat: die 1,07 Meter hohe Hürde sah nicht nur für Lotze-Wessel, sondern für das gesamte Auditorium unüberwindbar aus.

Doch unüberwindbare Hürden gibt es für Edgar Itt nicht. Seine zentrale Botschaft spiegelt sich in der Geschichte der US-Amerikanerin Wilma Rudolph. Der schwer kranken jungen Wilma diagnostizierten die Ärzte, sie werde niemals richtig laufen können. 1960 gewann Wilma Rudolph drei Goldmedaillen bei der Olympiade in Rom. pg