Ich lebe und arbeite in Griesheim

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Am 5. September hatten wir die Veranstaltung mit der Kreisagentur für Arbeit, um uns über das Projekt "Leben und Arbeiten in..." zu informieren

Die regionalen Arbeitsmarktprojekte „Ich lebe und arbeite in…“ wurden im Jahr 2008 aus der Idee geboren, motivierte und qualifizierte Arbeitssuchende in ihrem Wohnort zu unterstützen und in ortsansässigen Unternehmen in Beschäftigung zu bringen.

Durch eine gute und enge Zusammenarbeit sowie einem regenInformationsaustausch mit Vertretern der Stadt Griesheim, den Unternehmen und dem Kommunalen Jobcenter des Landkreises Darmstadt-Dieburg, Kreisagentur für Beschäftigung (KfB), werden bestehende Netzwerke aktiviert und neue Netzwerke ins Leben gerufen.

Sie bilden die Grundlage für das Gelingen des Projektes, der Besetzung von offenen Arbeitsstellen durch Projektteilnehmende vor Ort.
Aus diesem Grund möchte der Gewerbeverein Griesheim dieses Projekt unterstützen. Wir sind der Meinung, dass unsere Mitgliedsunternehmen bei der Neuvergabe von offenen Stellen die Angebote der Kreisagentur nutzen sollte.



Die Sendung Hessenreporter des HR berichtete am 25.09.16 ausführlich über das Projekt der Kreisagentur. Hier finden Sie die weiteren Sendetermine.

SenderDatumUhrzeit 
HR3 DO 29.9. 04:30 Nie wieder arbeitslos  
HR3 SA 29.10. 05:10 Nie wieder arbeitslos  
HR3 FR 4.11. 04:30 Nie wieder arbeitslos  

Details

Sie kennen sich nicht, haben aber eines gemeinsam: Sie sind schon lange arbeitslos oder verdienen so wenig, dass sie zusätzlich "Hartz IV" bekommen. Ab jetzt werden sie über ein halbes Jahr hinweg jeden Dienstag zusammen die Schulbank drücken. Denn Roman Gebhard, der Leiter des Jobcenters Darmstadt-Dieburg, geht innovative Wege, um Menschen wieder in Arbeit zu bringen - und ist mit seinem Regionalprogramm "Wohnen und Leben in ..." erfolgreich. Die Langzeitarbeitslosen müssen nicht zum Jobcenter kommen, sondern die Fallmanager kommen zu ihnen. Im Bürgerzentrum einer kleinen Gemeinde begrüßt Manuela Beck 36 Langzeitarbeitslose. Viele sind schüchtern, unsicher, wollen erst einmal nicht über ihre Situation sprechen. In den nächsten Wochen und Monaten lernen sie, wie man sich selbstbewusst vorstellen kann sowie einen Lebenslauf und eine Bewerbung schreibt, aber auch welche Rechte und Pflichten sie haben - kurz: all das, was man wissen und können muss, um wieder eine Arbeit finden zu können. Denn trotz der boomenden Wirtschaft ist die Vermittlung von Langzeitarbeitslosen immer noch sehr schwierig. Manuela Beck hält engen Kontakt zu den Teilnehmern, entlässt sie nicht aus der Pflicht, fragt nach, wenn jemand ein Praktikum gemacht oder ein Jobangebot bekommen hat. Die Teilnahme an so einem Kurs ist fast schon wie ein Lottogewinn, auch wenn es für viele ganz schön hart ist, sich vor der Gruppe zu präsentieren. Viele Menschen schämen sich für die Arbeitslosigkeit, vereinsamen. Sie müssen wieder Mut fassen und Selbstbewusstsein entwickeln, um die eigenen Stärken und Fähigkeiten zu erkennen und besser zu nutzen. Nur so haben sie Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Zusammen mit den Bürgermeistern im Landkreis Darmstadt-Dieburg haben schon über zwanzig solcher Kurse stattgefunden. Der Erfolg dieser Workshops ist so groß, dass das Konzept mittlerweile über die Landesgrenzen hinaus Beachtung findet und das Land Hessen ein Förderprogramm aufgelegt hat, um zwei Jahre lang solche Regionalprojekte zu unterstützen. Filmautor Christian Gropper hat sich unter die Teilnehmer gemischt und das Projekt begleitet. Werden es auch bei diesem Kurs viele schaffen und eine neue Perspektive für sich entdecken?

Wie läuft das Projekt ab?

Grundlage des Projektes sind regelmäßige „Erfolgsteamtreffen“ der Arbeitssuchenden bevorzugt im Rathaus Griesheim unter Leitung eines erfahrenen Jobcoachs, drei- bis viermal pro Monat, zum Kennenlernen, zur Weiterentwicklung und zum Austausch. Mit Informationen über Presse, persönliche Besuche und Info-Post stellen die Regionalprojekte Kontakte zwischen Vertretern des Kommunalen Jobcenters (KfB), dem Bürgermeister und den Unternehmen sowie den Teilnehmenden des Projektes her.

Alle Akteure sind in der Stadt durch ihre persönlichen oder beruflichen Kontakte vernetzt. Durch die regelmäßigen Erfolgsteamtreffen in Griesheim wird ein aktiver Erfahrungsaustausch möglich. Darüber hinaus werden bestehende Netzwerke genutzt, um Türen zu öffnen und neue Wege zu gehen.

Wo fand Projekt bereits statt?

Fünfzehn Kommunen nahmen bisher an diesem Projekt teil. Dazu gehören Messel, Weiterstadt,

Babenhausen, Dieburg, Pfungstadt, Griesheim, Groß-Zimmern, Ober-Ramstadt, Eppertshausen, und Münster, Groß-Umstadt, Erzhausen, Otzberg, Schaafheim und Mühltal.

Babenhausen und Dieburg führten das Projekt aufgrund der guten Erfolge bereits zum zweiten Mal durch.

Derzeit finden Projekte in Roßdorf, Bickenbach und zum zweiten Mal Weiterstadt statt. Weitere Projekte starten im Sommer in Ober-Ramstadt und Pfungstadt. In Griesheim wird das Projekt Mitte Juni 2016 bereits zum dritten Mal durchgeführt.

Der Erfolg gibt dem Projekt Recht

Über 700 Personen nahmen bereits an einem Projekt teil, das in ihrem Wohnort durchgeführt wurde. Davon fanden durchschnittlich ca. 50 % in der Projektlaufzeit von ca. 8 Monaten eine neue Arbeits- bzw. Ausbildungsstelle oder starteten in die Selbständigkeit.

Ein Beispiel für den Projekterfolg ist ein großes Unternehmen in Dieburg, das durch die Presse auf das Projekt aufmerksam wurde. Hier konnten inzwischen 15 Teilnehmende des Projektes eine Arbeit aufnehmen. Bei neuen Stellenbesetzungen nutzt das Unternehmen aufgrund der guten Erfahrungen bevorzugt das neue Netzwerk.

Auch nach einem halben bzw. einem Jahr bleibt die Zahl der in Arbeit vermittelten Projektteilnehmer hoch. Sie sind weiterhin in ihrer ersten Arbeitsstelle tätig, haben den ersten Job als Sprungbrett in ihren Traumjob genutzt oder ihre Arbeitszeit erweitert. Für einige kommt der Einstieg in den Arbeitsmarkt erst nach Projektende. Sie nutzen die Projektzeit, um ihr berufliches Ziel aktiv vorzubereiten.

Welche Chancen ergeben sich?

Die enge Zusammenarbeit ermöglicht neue Kontakte, die auch nach Projektende bestehen bleiben. Synergieeffekte können genutzt werden.

Alle Akteure profitieren von diesem neuen Netzwerk.

Die Stadt Griesheim:

Die Kontakte zwischen der Stadt Griesheim und ansässigen Unternehmern festigen sich und sind eine gute Basis für eine weitere langfristige und kooperative Zusammenarbeit.

Die Griesheimer Unternehmer:

Die Möglichkeiten der Personalrekrutierung vor Ort stellen für die Unternehmen einen Standortvorteil dar: Ortsansässiges Personal erleichtert beispielsweise den manchmal notwendigen flexiblen Mitarbeitereinsatz.

Die Teilnehmenden aus Griesheim:

Das Arbeiten vor Ort erhöht die Lebensqualität: lange Anfahrtswege entfallen, die Identifikation der arbeitssuchenden Teilnehmer/innen des Projektes mit ihrer Stadt nimmt deutlich zu – die Kommune wird „greifbarer“, vertrauter.

Möchten Sie mehr über dieses Projekt wissen? Wollen Sie sich aktiv einbringen?

Haben Sie eine neue Stelle zu besetzen?

Rufen Sie gerne an.

Arbeitgeberservice
Petra Christahl (Projektleitung)
Tel. 06151 / 881-5044
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!">Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Heike Petri (Akquise)
Tel. 06151 / 881-5302
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kreisagentur für Beschäftigung
Kommunales Jobcenter des Landkreises Darmstadt-Dieburg
Arbeitgeberservice

Büdinger Straße 2a
64289 Darmstadt

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